DEMOS-Zeitschriftenzur Datenbank

DEMOS-Zeitschriften beinhaltet vornehmlich Daten aus Wiener Musik- und Theaterzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Aufgrund der Intention des Langzeitprojekts wurde bei sehr vielen der im Laufe der Jahrzehnte in die Datensammlung eingebrachten Zeitschriften der Aus­wertungs­schwerpunkt auf „Wien" bzw. „Österreich" gelegt. Daher erfolgte keine durchgehende Kom­plett­aufnahme. Bedingt durch die lange Laufzeit des Projekts und unterschiedliche Vorgaben an die einzelnen Bearbeiter ist auch die Qualität der Datenerhebung sehr heterogen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die hier angebotenen Informationen aus den jeweiligen Zeitschriften stammen und nicht unbedingt immer dem aktuellen (und richtigen) Stand der heutigen Forschung ent­sprechen. Die ange­botenen Daten können daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit er­heben.
Bei der Realisierung der vorliegenden Datenbank erfolgten zwar weitgehende Normierungen der Schreib­weisen von Namen und Orten, dennoch sollten in manchen Fällen etwaige unter­schiedliche Schreibweisen bei der Suche berücksichtigt werden. Die Datenbankabfragen liefern biographische An­gaben zu Personen sowie Werke, Schlagworte und Orte, die in den zitierten Zeitschriftenein­trägen er­wähnt werden; zum Teil werden auch umfangreiche Exzerpte angeboten. Aufstellung der ausgewerteten Zeitschriften.

DEMOS-Wurzbachzur Datenbank

Neben zahlreichen Zeitschriften wurde auch das „Biographische Lexikon des Kai­serthums Oesterreich" von Constantin von Wurzbach (60 Bände, 1856–1923) im Hinblick auf für die Musik­geschichte relevante Personen ausgewertet. Die in einer eigenen Datenbank zusammen­ge­fass­ten Ergebnisse sind mit einer pdf-Version des Lexikons gekoppelt.

DEMOS-Humoristzur Datenbank

Die vorliegende Datenbank ist als ein biographisch aufbereiteter Index zum ikonographischen Ma­te­ri­al der Jahrgänge 4 (1884) – 46 (1926) der Zeitschrift Der Humorist zu verstehen. Diese in Wien er­schie­ne­ne Zeitschrift war trotz ihres Titels ein Journal, das das Thea­ter­ge­scheh­en in Wien, aber auch in den österreichischen Kronländern (Premierenkritiken, Korres­pon­denten­berichte aus allen größeren Städten der Monarchie und von den Sommersaisonen der Kurorte, Personalia etc.) in chronistischer Form begleitete und kommentierte. Wenn auch die faktische Re­levanz dieses nicht selten kommerziell orien­tierten (d. h. gegen Entgelt abgedruckten) In­for­ma­tions­gutes jeweils zu hinterfragen ist, so stellen andererseits die in ihm wiedergegebenen insgesamt über 2.600 Rollen- und Zivilporträts (Original­zeichnungen, später auch Photographien) von bislang zum Teil nur unzulänglich oder überhaupt nicht dokumentierten darstellenden Künst­lerinnen und -künstlern aller Genres (in breitester Streuung von der Oper bis zum Zirkus) eine außerordentlich wertvolle Quelle zur biographischen Ikonographie der Musik- und Thea­ter­geschichte dar. Dabei ist zu beachten, dass die Publikation dieser Porträts und der diese be­glei­tenden biographischen Angaben als anlassbezogen, d.h. sehr oft auch apologetisch-pro­pa­gan­dis­tisch, bewertet werden muss.
Die unter größtmöglicher Auswertung biographischer und archivalischer Quellen erfolgte bio­graphische Identifizierung bzw. Präzisierung und Richtigstellung von in der Literatur bislang nicht oder nur fragmentarisch erfassten Personen soll als zusätzlicher Beitrag zu diesem pro­blem­a­tischen Teil der Musik- und Theatergeschichte gelten.
Der Index kann nach den Stichworten NAME (mit Querverweisen zu alternativen Na­mens­formen), BERUF, BÜHNE und ORT durchsucht werden. Die Gattung der jeweiligen Abbildung wird wie folgt angedeutet: Pt = Porträt, R = Rollenporträt, K = Kostümporträt. Der größte Teil der Einträge ist direkt mit der betreffenden Nummer der Zeitschrift im ANNO-Portal der Öster­reich­i­schen Nationalbibliothek verlinkt. Einige der dort fehlenden Nummern konnten vom Be­ar­beiter in der Universitätsbibliothek Wien eingesehen werden.
Der Bearbeiter ist Waltraud Zuleger (Wien) und Paul S. Ulrich (Berlin) für ihre Mitarbeit (Daten­erfassung und -aufbereitung) zu großem Dank verpflichtet.

Hubert Reitterer

DEMOS-Lehrerzur Datenbank

Aufgrund ihrer musikalischen Ausbildung waren die Lehrer über Jahrhunderte hinweg ent­schei­dende Träger des Musiklebens. In erster Linie ist hier an ihre Rolle als Kirchen­musiker – vor­wiegend als Organisten und Chorregenten – zu denken, aber auch darüber hinaus hatten sie wichtige Funktionen inne, wie beispielsweise Kapellmeister- oder Chor­diri­gen­ten­stellen. Viele von ihnen zeigten neben hoher musikalischer Begabung auch kompositorisches Talent und es ist kein Zufall, dass einige bedeutende Komponisten aus dem Lehrermilieu stamm­ten (das bekann­teste Beispiel ist wohl Franz Schubert). Eine wertvolle Quelle in der bio­gra­phischen Erforschung des Lehrerstandes und seiner Verflechtungen stellen die gedruckten Lehrerverzeichnisse, Schema­tismen, dar. Anhand dieser können meist Ausbildung und Lebens­wege relativ genau nach­ge­zeich­net werden. Die vorliegende Lehrer-Datenbank beinhaltet nun sämtliche Namen aller er­wähn­ten Personen in den bis zur Reform des Volksschulwesens um das Jahr 1870 für die Diözesen Wien und St. Pölten erschienenen Lehrer-Schematismen. Mit den insgesamt acht Ver­zeichnissen, die zwischen 1843 und 1869 gedruckt wurden, werden somit die heutigen Bundes­länder Wien und Niederösterreich abgedeckt. Die einzelnen Treffer in der Daten­bank sind direkt mit den jeweiligen Fundstellen in den Schema­tismen verlinkt, sodass die Ori­gi­naleinträge zur wei­ter­en Auswertung un­mittelbar zur Verfügung stehen.

DEMOS-MGV Schwechatzur Datenbank

Im Jahr 2014 wurde anhand einer umfangreichen Programmsammlung und der Gedenkbücher des ehemaligen Männergesangvereins Schwechat (heute: Schwechater Gesang- und Musik­ver­ein, www.schwechater-gesangverein.at) ein weitgehend vollständiger Aufführungsspiegel für den Zeitraum von 1851 bis 1944 erstellt, der einen repräsentativen Überblick über Entwicklung und Schwerpunkte des Männergesangs in Österreich bietet. Erfasst wurden Veranstaltung, Ver­an­stalter, Ort, Werktitel, Komponist, Ausführende, Dirigent. Dieses Teilprojekt wurde vom Land Nie­der­österreich gefördert, eine Publikation dazu ist in Vorbereitung.

DEMOS – Studierende Musikwissenschaft Universität Wienzur Datenbank

Diese Datenbank verzeichnet die Hörer/innen musikwissenschaftlicher Vorlesungen an der Universität Wien ab der Habilitierung von Eduard Hanslick im Jahr 1856. Derzeit sind online:

  1. Inskribierte der philosophischen Fakultät: Wintersemester 1856/57 – Sommersemester 1927
  2. Inskribierte der juristischen Fakultät: Wintersemester 1856/57 – Wintersemester 1896/97 (Erweiterung bis Sommersemester 1927 in Arbeit)
  3. Inskribierte der medizinischen Fakultät: Wintersemester 1856/57 – Sommersemester 1867

Die vorhandenen Daten basieren auf den Nationalen im Archiv der Universität Wien. Sämtliche Angaben der jedes Semester neu auszufüllenden Nationale wurden so­weit als möglich übernommen respektive (wo möglich und notwendig), z. B. hin­sicht­lich Geburtsdatum, vereinheitlicht. Bei den Dozenten aus dem Fach Musik­wissen­schaft ist auch der Titel der betreffenden Lehrveranstaltung vermerkt, bei Dozenten aus anderen Fächern ist dies nicht flächendeckend der Fall.

Vereinzelt sind auch Hinweise auf weiterführende Literatur vermerkt, die ausschließlich auf die um­fangreichen Vorarbeiten zur vorliegenden Datenbank (den Zeitraum 1875–1919 betreffend) von Theophil Antonicek (1937–2014) zurückgehen.